Mattheis: Gesundheitsämter sollten Chance zur stärkeren Vernetzung jetzt nutzen

Veröffentlicht am 17.12.2020 in Pressemitteilungen

Berlin / Ulm, 17.12.2020 – Um den Datenaustausch zwischen den Gesundheitsämter zu verbessern, hat das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung schon im Frühjahr die App SORMAS für die Gesundheitsämter bereitgestellt. Die Ulmer Bundestagsabgeordnete Hilde Mattheis fordert die Gesundheitsämter in Ulm und Alb-Donau auf, hier technisch nachzurüsten.

„Sowohl der Bundesverband der Ärzte im ÖGD als auch die Experten im Bereich Infektionskrankheiten sagen uns seit Monaten: Die Gesundheitsämter müssen sich digital vernetzen.“, erklärte Mattheis. „Mit der App „SORMAS“ vom Helmholtz-Zentrum steht eine Software bereit, die bereits bei der Bekämpfung der Ebola-Epidemie 2014 erfolgreich zum Einsatz kam. Doch bisher nutzen nur 15 der 35 Gesundheitsämter in Baden-Württemberg diese Möglichkeit. Die anderen, darunter Ulm und Alb-Donau, sollten nachziehen.“

„Wir brauchen eine bundesweit einheitliche Software, wie sie SORMAS darstellt. Diese ermöglicht nicht nur den Datenaustausch zu den Landesbehörden und zum RKI, das die Zahlen täglich veröffentlicht, sondern auch untereinander, denn nicht selten sind mehrere Ämter mit einem Fall beschäftigt. In einer solchen Pandemie ist die flächendeckende Erfassung der Daten, deren Austausch und deren Auswertung entscheidend, damit Epidemiologen besser verstehen, wie sich das Virus wo und unter welchen Umständen überträgt. Auch deshalb brauchen wir eine Rahmenkompetenz des Bundes für den Öffentlichen Gesundheitsdienst, um hier stringenter Vorgaben machen zu können. Die Nutzung von SORMAS wird kostenlos angeboten, was ggf. an Kosten anfallen könnte, wäre die Finanzierung eines externen EDV Spezialisten*in, so die Erfahrungen anderer Gesundheitsämter. Was erreicht wird, wäre die Entlastung der Mitarbeiter*innen und vor allem der Erhalt von brauchbareren Daten für die Pandemiebekämpfung.“

„Ein Problem ist, dass die Gesundheitsämter quasi selber entscheiden, ob und welche Software sie für Datenerhebung und –austausch nutzen,“ so Hilde Mattheis, „Viele Gesundheitsämter hinken leider in der digitalen Ausstattung und Vernetzung hinterher. Richtig ist aber auch, dass klare Vorgaben und Richtlinien von Seiten der Landesministerien und des Bundesgesundheitsministeriums fehlen. Deshalb fordere ich eine Grundgesetzänderung, die das ermöglicht.“

 
 

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